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5 wichtige Tipps für erfolgreiches Leadership in Krisenzeiten

Die Energiekrise, die Covid-19-Pandemie oder der Angriffskrieg in der Ukraine: Diese und viele andere Krisen nehmen auch Einfluss auf Unternehmen. Wenn die ganze Welt destabilisiert wirkt, ist eine Orientierung gebende und stabile Mitarbeiterführung wichtiger denn je. Auch Mitarbeiter*innen profitieren davon, denn eine gefestigte, geradlinige und möglicherweise sogar empathische Führung kann gerade in unsicheren Zeiten enorm viel Halt und Sicherheit bieten. Die Krisen nicht fernhalten, sondern sie als Gemeinschaft verarbeiten und bewältigen hat schon oftmals die Zuversicht gestärkt.

Wissen 22.03.2023
2_Leadership-Krisenzeiten

Einer Führungskräftebefragung aus dem Jahr 2022 zufolge, an der sich rund 75 % aus dem Top-Management und mittlerem Management beteiligt haben, sehen viele Führungskräfte sich selbst und ihre Organisation inzwischen gut gewappnet für zukünftige Herausforderungen – resultierend auf den bisher gemachten Erfahrungen vergangener Krisen (vgl. Wertekomission Führungskräftebefragung 2022). Dieses Ergebnis zeigt: Krisen müssen gemeistert werden und geben uns die Chance, aus ihnen zu lernen, um etwaige Krisen auch in Zukunft durchzustehen und gestärkt daraus hervorzugehen.

In Krisenzeiten zeichnen sich Führungskräfte durch Stärke und Stabilität aus. Und es gilt, aus ihnen zu lernen. Sie bilden die Fähigkeit aus, Verluste, Misserfolge und Unsicherheiten nicht nur zu bewältigen, sondern aus ihnen gestärkt hervorzugehen. Ein Kompass sein für die eigenen Mitarbeiter*innen. Richtungsweisend agieren und leiten. Flexibilität in gewohnte Strukturen und Prozesse einbringen, falls notwendig. Sich kurzfristig geänderten gesetzlichen Vorgaben anpassen, wie zu Zeiten der Corona-Pandemie. Aus der Befragung der Führungskräfte im Jahr 2022 geht hervor, dass insbesondere jede Menge Flexibilität, Lernbereitschaft und Großzügigkeit gefragt sind. Es wird eines deutlich: Führungskräfte stehen vor vielen, wichtigen Herausforderungen und Entscheidungen. Aus diesem Grund haben wir fünf Tipps gesammelt, die den Weg zu einer strukturierten Vorgehensweise ebnen.

Tipp 1: Trotz Unsicherheiten selbstbewusst und kraftvoll handeln

Abzuwarten und auf bessere Zeiten zu hoffen, ist in Unternehmerkreisen sehr riskant. Ob man als Unternehmer*in und Führungskraft auf dem richtigen Weg ist, kann ohnehin oftmals eher im Nachhinein analysiert und treffend beurteilt werden. Dennoch sollte der Belegschaft gegenüber unbedingt ein Gefühl von Sicherheit vermittelt werden. Um dieses Vertrauen zu schaffen, müssen klare und kraftvoll umgesetzte Maßnahmen und Entscheidungen getroffen werden.

Tipp 2: Mitarbeiter*innen einbeziehen

Auch als Führungskraft ist niemand auf sich allein gestellt. Es zeugt von Stärke, in Zusammenarbeit mit Mitarbeiter*innen neue Lösungswege zu erarbeiten. Oft wird vergessen: Es ist nicht die Pflicht einer Führungskraft, Profi in allen Unternehmensbereichen zu sein. Eine kaum schaffbare Annahme. Dafür gibt es einzelne Abteilungen, die als Fachkräfte und Spezialist*innen in einzelnen Fachbereichen agieren. Teamwork ist hier das Schlagwort. Es geht nicht nur um das Auftreten einer Führungskraft, sondern genauso um die Sicherung der einzelnen Arbeitsplätze! Eine Möglichkeit, die neben Vertrauen auch Sicherheit schafft und die Bindung zwischen Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen stärkt.

Tipp 3: Kommunikationskanäle transparent halten

Um eine Vertrauensbasis gegenüber den Mitarbeiter*innen aufzubauen oder aufrechtzuerhalten, ist es in unsicheren und sich schnell wandelnden Zeiten von großer Bedeutung, transparent in die offene Kommunikation zu gehen und somit Spekulationen zu vermeiden. Auch das Veröffentlichen von weniger angenehmen Nachrichten vermittelt das Gefühl von Transparenz. Ob ein neu eingerichteter Kommunikationskanal, regelmäßige Mitarbeiterversammlungen oder ein Rundschreiben – die Lösung ist vielfältig und kann jedem Umstand angepasst werden.

Tipp 4: Selbstführung stärken

Führungskräfte stehen insbesondere in Krisenzeiten unter großem Druck und unterliegen besonders stark dem Fokus des Wettbewerbs und der Mitarbeiter*innen. In diesem Zusammenhang sollte das Bewusstsein darüber vorhanden sein, dass jeder Mensch nicht gegen Fehler gefeit ist. Ebenso Führungskräfte. Falsche Entscheidungen können getroffen werden. Ängste, Sorgen und Verunsicherungen können die Oberhand gewinnen. In schwierigen Zeiten ist es deshalb umso wichtiger, sich dies bewusst zu machen, auf sich selbst zu achten und sich auch auf Menschen zu besinnen, die uns Kraft geben. Selbstfürsorge und Selbstreflexion werden hierbei großgeschrieben, denn nur damit finden wir alle unseren individuellen Weg.

Tipp 5: Krisen als Chance wahrnehmen

Die geforderte Bereitschaft zur Flexibilität bietet neuen Raum und die Chance, Veränderungen zu schaffen. Sobald Unsicherheiten abklingen, können richtungsweisende Innovationen, Umstrukturierungen oder Ähnliches entstehen. Das Resultat: eine langfristig verbesserte Lösungskompetenz und Widerstandskraft.

Bei diesen fünf Tipps für ein gutes Leadership in Krisenzeiten handelt es sich nicht um Vorgaben mit Garantien zum Erfolg, aber womöglich öffnen sie die Augen für bisher noch nicht beleuchtete Themen. Es gibt keinen einheitlichen Weg für erfolgreiches Leadership in Krisen. Diese sind zu jeder Zeit individuell und unternehmens- sowie branchenabhängig.

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