/ Blog

Werbung auf WhatsApp – Fluch oder Segen?

Philipp Rittler
von Philipp Rittler
/ 14.09.2018

Bei dem Messengerdienst WhatsApp tut sich etwas! Und wir als Markenagentur werden diese Neuerung mit Spannung erwarten. Werden wir unser Hauptaugenmerk in Sachen BRANDmanagement auf eine neue Form des Social-Media-Marketings legen müssen? Ergeben sich für Marken neue Chancen? Oder ist Werbung bei unserem Lieblingsmessenger der Anfang vom Ende? Über diese Fragen werden wir in unserer Agentur mächtig diskutieren müssen. 

Denn ab 2019 wird es bei dem Messengerdienst Werbung im „Status“-Bereich geben. Obwohl die beiden Gründer des Nachrichtendienstes, Brian Acton und Jan Koum, sich öffentlich gegen Werbung bei WhatsApp ausgesprochen haben, hat Facebook nun die Neuerung durchgesetzt. Ok, zugegebenermaßen haben Acton und Koum Zuckerberg’s Konzern bereits verlassen. Ob das wohl mit der Entscheidung Facebooks, Werbung auf dem Messengerdienst zu schalten, zusammenhängt? Wer weiß!? Eines steht aber schon jetzt fest: Facebook will und muss mit WhatsApp künftig mehr Geld einnehmen. Gründe dafür sind letztlich verfehlte Umsatzziele von Analysten, schwache Quartalszahlen und sinkende Nutzerzahlen in Europa, denn schließlich hat man für den Messengerdienst satte 19 Milliarden US-Dollar gezahlt.

Werbung zwischen Urlaubsbildern im „Status“ nervt

Doch was bedeutet Werbung auf WhatsApp eigentlich für die privaten User? Da Unternehmen anfangs lediglich im „Status“-Bereich Werbeanzeigen für 24 Stunden schalten können, kann der User eigenständig entscheiden, ob er sich die Anzeigen anschaut oder nicht. Anwender können außerdem entscheiden, ob ihnen die Werbung zwischen den Urlaubsbildern ihrer Freunde überhaupt angezeigt werden soll, betonte der aktuelle COO Matt Idema.

Gut ankommen wird die Neuerung bei privaten Nutzern sicherlich trotzdem nicht. In vielen Onlineforen werden bereits Alternativen zur Facebook-Tochter aufgezeigt und diskutiert. Viele WhatsApp-User drohen dazu mit einem Messenger-Wechsel. 

Spannende Chance für Marken

Für Marken öffnen sich dabei allerdings neue Türen. Einige Unternehmen nutzen bereits die Sponsored Messages, die direkt im Posteingang des Anwenders ankommen oder den Business-Service, der es Firmen seit Anfang des Jahres erlaubt, direkt mit ihren Kunden zu kommunizieren. Die meisten User benutzen WhatsApp mehrmals täglich, sind fast durchgängig online und werden durch einkommende Nachrichten dazu bewegt, die App zu öffnen. Und genau das macht die Sache für Unternehmen so interessant.

Mit einer Reichweite von ca. 450 Millionen täglich aktiven Usern (im Mai 2018) erreicht das WhatsApp-Feature „Status“ weltweit mehr Menschen als die Instagram „Stories“ (400 Millionen tägliche aktive Nutzer im Juni 2018)*. Das Potenzial von WhatsApp „Status“ ist für Unternehmen also extrem vielversprechend und sollte als eine neue, zusätzliche Chance zur Weiterentwicklung der eigenen Markenbotschaft gesehen werden. Dementsprechend ist die Neuerung im Messengerdienst auch für uns als Markenagentur ein interessantes Feature, das wir mit Spannung erwarten, beobachten und debattieren werden. Und nein – der Anfang vom Ende wird Werbung im „Status“-Bereich nicht sein!

*Quellen: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/862391/umfrage/taegliche-nutzer-von-stories-formaten-ausgewaehlter-sozialer-netzwerke-weltweit/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/778445/umfrage/taeglich-aktive-nutzer-von-whatsapp-status-weltweit/

Diesen Beitrag teilen:


Weitere Beiträge


/News

NBank feiert 15-jähriges Bestehen

Ein Erfolgsprojekt wird 15: Seit dem Jahr 2004 unterstützt die NBank Projekte und Institutionen in Niedersachsen. Als zentrales Förderinstitut des Landes ist es ihr erklärtes Anliegen, Niedersachsen zu einer der wachstumsstärksten Regionen Europas zu entwickeln. Rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten diesem Ziel an fünf Standorten entgegen – beratend, finanzierend und vernetzend.
/Blog

How to survive: Digitalisierung

Was bedeutet die Digitalisierung eigentlich für Agenturen? Vor allem eines: Wer nicht offen für Veränderungen ist, wird untergehen! Erst einmal soll gesagt sein, dass Agenturen, die ihren Kunden digitalisierte Prozesse verkaufen wollen, selber fortgeschritten digitalisiert sein sollten. Dabei sollten Agenturen beachten, dass sie ihre Ideen und Vorhaben nicht an ihren Kunden ausprobieren, sondern in ihren eigenen Reihen digitale Versuche starten. Und das ist ein häufig zu beobachtendes Problem: Viele Agenturen beschäftigen sich lediglich mit der Digitalisierung ihrer Kunden und fast gar nicht mit ihrer eigenen. Agenturen sollten sich intern fragen: Wie überleben wir die Digitalisierung?
/Blog

What’s up, WhatsApp?

In einem früheren Blog-Beitrag haben wir das Thema Werbung bei WhatsApp bereits behandelt. Jetzt hat der Social-Network-Riese aus dem Silicon Valley Nägel mit Köpfen gemacht: Ab Februar 2019 werden die ersten Werbeanzeigen im Status-Bereich und als Direktnachricht von WhatsApp geschaltet. Das hat jetzt Facebooks Vizepräsidentin für Globale Marketingstrategien, Carolyn Everson, in einem Interview bestätigt.
/News

Wohnbauprojekt Kronsrode: Zukunfstvisionen vermitteln

Das Wohnbauprojekt Kronsrode ist jetzt eine Marke. Mit dem Claim „Draußen in der Stadt.“ sollen Menschen angesprochen werden, die Freiräume suchen und die Natur wertschätzen, aber gleichzeitig das urbane Leben der Innenstadt lieben.