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#trendUpdate: LinkedIn

Sebastian Tammen
von Sebastian Tammen
/ 16.02.2018

Mit mehr als 500 Millionen Mitgliedern in mehr als 200 Ländern ist LinkedIn das führende Social Network für internationale Geschäftskontakte. Spätestens seit der spektakulären Übernahme durch Microsoft ist das Netzwerk auch in der EMEA- und DACH-Region wieder zum Gesprächsthema geworden – und direkter Konkurrent des Hamburger Mitbewerbers XING SE.

 

Auf einen Blick

  • LinkedIn ist ein professionelles Social Content Network für den fachlichen Austausch.
  • Es zählt aktuell 500 Millionen Nutzer, von denen 11 Mio. aus der DACH-Region stammen.
  • LinkedIn gilt als zweitwichtigstes Netzwerk für Unternehmen und Arbeitssuchende.
  • Der durchschnittliche Nutzer ist zwischen 35 und 49 und verbringt rund 20 Minuten pro Monat auf dem Netzwerk.
  • Nutzer können eigene Artikel veröffentlichen und sich sowohl öffentlich in Gruppen als auch privat über den Messenger austauschen.
  • Die Plattform bietet tägliche News-/Publisherupdates, eine Vielzahl von Online-Kursen, Zugang zu Präsentationsfolien sowie umfassende Enterprise-Lösungen für Personalbeschaffung.
  • LinkedIn gehört seit 2016 zu Microsoft.

 

Global aktiv, national im Aufbau

LinkedIn wurde 2003 in den Staaten gegründet. Das Ziel: Fachkräfte verschiedenster Branchen untereinander zu verknüpfen. Zunächst registrierten sich rund 2.700 Mitglieder, später wuchs die Userbase auf über 500 Millionen Nutzer an. Im Schnitt meldet sich alle zwei Sekunden ein neuer User an. Ein Blick auf die geografische Verteilung der Nutzer offenbart: Die USA führt mit rund 130 Mio. Nutzern, gefolgt von Indien, Brasilien und China. Zusammen mit Österreich und der Schweiz kommt Deutschland auf gerade mal 11 Mio. registrierte Nutzer – nur 15 Prozent der Deutschen nutzen LinkedIn jeden Monat.

Auch wenn das Netzwerk insgesamt nur auf ein Zehntel der monatlich aktiven User (MAU) und der Unique User (UU) Facebooks kommt – und damit nur knapp vor Snapchat und Pinterest liegt – wird das Businessnetzwerk immer wieder als zweitwichtigste Plattform für Unternehmen identifiziert. Dies ist sicher einer der Gründe dafür, dass LinkedIn ebenfalls an Platz zwei der beliebtesten Social Networks für Stellenanzeigen steht, direkt hinter XING.

Und das kommt nicht von ungefähr: Über die Hälfte des jährlichen Umsatzes generiert die Plattform über die eigene Plattform Talent Solutions, eine Art Subplattform LinkedIns, die Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen für die Personalbeschaffung anbietet.

Dazu gehören neben einer erweiterten Mitgliedschaft, die neben detaillierten Suchfiltern auch intelligente Mitgliederinsights bietet (Recruiter), die automatische Ansprache relevanter Bewerber (Job Slots), die Erweiterung einer Unternehmenspräsenz um eine multimediale Karriereseite (Karriereseiten) und die Platzierung von Jobangeboten auf einer Mitarbeiterseite („Wir stellen ein“-Anzeigen).

 

LinkedIn: Professionelle Präsenz made simple

Nur ca. 5 % der User sind 18 bis 24 Jahre alt, der Großteil der Nutzer bewegt sich zwischen 35 und 49 Jahren – fast ausschließlich mit Klarnamen, Position und kurzem Lebenslauf. Dadurch ermöglicht LinkedIn Recruitment einfachen Zugang zu Fachpersonal aus Ihrer Umgebung und bietet Mitarbeitern die Möglichkeit, sich mit Fachkollegen aus anderen Unternehmen auszutauschen – über den Feed, per privater Nachricht oder in einer öffentlichen Gruppe.

Der durchschnittliche LinkedIn-Nutzer nutzt die kostenfreie Version, hat über 400 Kontakte und verbringt selten mehr als 15 Minuten im Monat auf dem Netzwerk. Er schaut sich vor allem Profilbesucher und Kontaktvorschläge an.

Mit der sukzessiven Akquise von SlideShare, Pulse, Lynda.com und vielen weiteren IT-Unternehmen erkannte das Unternehmen bereits 2012 das Potenzial im Content-Bereich. So konnten Nutzer nun nicht nur ihre eigenen Präsentationen hochladen und ihren Lieblingsquellen direkt aus LinkedIn heraus folgen, sondern hatten auch Zugriff auf eine stetig wachsende Bibliothek an Onlinekursen.

Analog zu Facebooks Notizen bietet LinkedIn Nutzern seit einiger Zeit auch die Möglichkeit an, Artikel nativ und kostenfrei zu verfassen und zu bewerben. Der Vorteil gegenüber Facebook: Die Zielgruppe ist in der Regel deutlich spitzer, die Qualität häufig deutlich höher. So können aktuelle Trends und übergreifende Themen nicht nur „platziert“, sondern gemeinsam mit der Community diskutiert werden.

Mit der Übernahme durch Microsoft 2016 erhält das Businessnetzwerk einen erfahrenen, etablierten Partner, der dem Netzwerk künftig neue Schubkraft geben dürfte.

 

Weitere Quellen

https://ourstory.linkedin.com

https://de.statista.com/statistik/studie/id/6881/dokument/linkedin-statista-dossier/

https://expandedramblings.com/index.php/by-the-numbers-a-few-important-linkedin-stats/

https://blog.hootsuite.com/linkedin-demographics-for-business/

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