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Nochmal Grundschule

/ 26.01.2018

Die „letzte Meile“ ist seit längerer Zeit in verschiedenen Branchen ein heiß diskutiertes Thema: In der Telekommunikationsbranche sorgen ehemalige Monopolstellungen noch heute für langfristige (und langsame) Erblasten. Auch die Strom- und Gasversorgung hat die Welt der Stadtwerke noch nicht hundertprozentig abgeschüttelt.

Inzwischen wird auch im Bereich der Logistik über den letzten Schritt zum Kunden diskutiert. Einige interessante Lösungen könnten Vorbildcharakter haben und vielleicht auch andere Branchen auf unkonventionelle, lokale Lösungen stoßen. Der Bereich Mobilität, sowohl im Individualverkehr als auch bei der Vernetzung von Angeboten im ÖPNV, steht schließlich vor ähnlichen Herausforderungen.

Ein Bereich in dem der Begriff der letzten Meile noch nicht konsequent gedacht wird, ist der Bereich des Lernens. Ganz bewusst ist hier von Lernen und nicht von Bildung die Rede – denn genau hier liegt das Problem. Lernen wird immer noch mit Bildungsinstanzen wie Schule und Universität assoziiert. Im Berufsleben bietet dann das Onboarding im Betrieb bestenfalls noch einen Lerneffekt und stellt eben die letzte Meile auf dem als abgeschlossen betrachteten Bildungsweg dar.

Was aber, wenn es uns gelänge, lebenslanges Lernen ernst zu nehmen? Weg vom klassischen Bildungsweg. Eine neue Anstellung, ein neuer Kunde, ein neues Projekt könnten immer wieder die erste Meile darstellen. Klingt gut? Kann man einfach machen? Nein. Der Knackpunkt ist das „Ernstnehmen“. Lernen selbst muss an dieser Stelle eine neue Definition erfahren.

In der Konsequenz muss Lernen dann (neu) gelernt werden. Empathie, Kreativität, Transformation, Vision, Kommunikation, Kollaboration, Resilienz sind eine Mischung aus Eigenschaften und Skills, die beherrscht werden wollen, um in Zukunft effektiv zu lernen. Und um effektiv zu arbeiten. Die individuellen Kompetenzen, die das klassische Bildungssystem vermittelt, müssen mit diesem neuen Wissen verbunden werden, um vernetzt zu wirken. Informationen sammeln ist in diesem Prozess nur eine Seite des Lernens. Informationen weitergeben und vermitteln ist ebenso entscheidend.

Mit einer solchen Einstellung sind interne Veränderungsprozesse nicht nur besser zu verstehen, sondern auch zu bewältigen. Wenn es in diesem Prozess gelingt, Selbstwirksamkeit und unternehmerische Kompetenz zu lehren, profitieren davon alle Seiten.

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