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Gut gerankt statt gut gemacht? (Teil 2)

/ 23.02.2016

Google ist die weltweit einflussreichste Suchmaschine. YouTube ist die weltweit größte Video-Plattform. Facebook ist das weltweit verbreiteste Social Network – die Liste lässt sich fast unbegrenzt weiterführen. Alle gelisteten Plattformen haben eines gemeinsam: Sie sind Gatekeeper. Sie steuern die Distribution von Inhalten und definieren ihre Relevanz – und bieten dadurch auch klein- und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit, sich erfolgreich im Web zu platzieren.

Im ersten Teil unserer Blogserie haben wir skizziert, warum Google in der Debatte um inhaltsgetriebenes Marketing eine wichtige Schlüsselrolle spielt. Doch Google ist nur ein Teil der Gesamtrechnung. So dominant sich die Suchmaschine auch am Markt etabliert hat, die Inhalte stammen nach wie vor von den Unternehmen selbst. Denn auch wenn ein Inhalt gut gerankt wurde, bedeutet es nicht, dass er automatisch auch inhaltlich gut gemacht ist. Mit dem Hummingbird-Updates und den verschiedenen Panda-Updates hat Google in den letzten Jahren den Algorithmus deutlich verfeinert und ein ausgeklügeltes Bewertungssystem etabliert.

Doch die Frage bleibt: Was mache ich, wenn ich zwar top-platziert bin, aber keine oder nur geringe Interaktion verzeichne?

Die Nielsen Company führte eine quantitative und qualitative Analyse der Corporate Blogs der DAX30 und weiterer Unternehmen durch. Das Ergebnis: Auf knapp 64 Prozent der Blogs findet keinerlei Interaktion statt. Nur fünf Blogs kommen auf mehr als drei Kommentare und einen Share pro Artikel. Laut den Autoren der Studie zeichnen sich Corporate Blogs wie jene von Audi, Ritter oder Daimler vor allem durch feste Erscheinungstermine, die leserzentrierte Themenwahl und die hohe Reaktionsquote auf Kommentare aus.

Glaubt man Joe Pulizzi, Gründer des Content Marketing Institutes, gibt es schon heute ein Überangebot an Content, der sich zwar um die eigene Marke dreht, allerdings nicht auf die Zielgruppe ausgerichtet ist. Auch der diesjährige Deutsche Medienkongress griff das Thema „Content“ auf und zeigte einmal mehr: Konsumenten werden immer häufiger zu Prosumenten und diktieren Marken dadurch nicht nur die Form, sondern auch den Inhalt der eigenen Botschaften.

Wie können Sie Ihre Marke kohärent erzählen, ohne den Fokus auf Ihre Zielgruppe zu verlieren und trotzdem überzeugend zu ranken? Bei unserer täglichen Arbeit haben sich folgende vier Tipps am besten bewährt:

Geben Sie Ihrer Marke ein Gesicht

Um sich von ihren Wettbewerbern abzuheben ist es wichtig, dass Sie Ihre Marke klar positionieren. Dabei hilft vor allem eine schlüssige visuelle Identität, die Ihrer Marke einen klaren Wiedererkennungswert über alle Kanäle hinweg verschafft. Das gezielte Verknüpfen mit Experten und Co-Authoring hilft Ihnen dabei, wahrgenommen zu werden und ermöglicht Ihnen die Chance, eine größere Zielgruppe zu erreichen. Seien Sie kreativ und zeigen Sie, dass Sie nicht nur eigene Inhalte produzieren können, sondern auch ein Gespür für Trends und Themen abseits des Mainstreams haben. Mittels Tools wie Scoop.it oder Paper.li gestalten Sie Ihre Inhalte nicht nur abwechslungsreicher, sondern geben Ihrer Stimme im Netz auch Bedeutung.

Lassen Ihre Marke interaktiv erlebbar werden

Immer mehr Plattformen ermöglichen es Ihnen, Ihre Inhalte mit kurzen Keywords (Hashtags) und Erwähnungen (Mentions) anzureichern. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass Ihre Inhalte sofort zu erkennen sind, sondern stellt auch eine direkte Verbindung zu Ihrer Zielgruppe her – ganz gleich, ob Sie Ihre Marke positionieren, eine Ihrer Kampagnen platzieren oder an aktuelle Themen anknüpfen möchten. Während Sie auf Facebook und Twitter eher sparsam mit Hashtags umgehen sollten, bieten Ihnen Plattformen wie Instagram und Google+ umfassende Möglichkeiten, Ihre Inhalte reichweitenstark zu positionieren. Achten Sie bei Ihrem Hashtag darauf, dass er einzigartig und leicht zu merken ist, sowohl zu Ihrer Zielgruppe als auch zur Ihrem Unternehmen passt und auch offline durchgängig genutzt wird.

Erzählen Sie Ihre Geschichte

Was hebt Ihr Unternehmen von Ihren Wettbewerbern ab? Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Lesern etwas Einzigartiges zu bieten. Viele B2B-Unternehmen haben sich über Ihre eigene Geschichte aufmerksamkeitsstark positioniert. Prüfen Sie, wo Ihre Zielgruppe kommuniziert und nutzen Sie auch non-lineares Storytelling über verschiedene Kanäle hinweg und mit unterschiedlichen Content-Typen, um sie Teil der Geschichte werden zu lassen. Auf diese Weise verbessern Sie nicht nur Ihre Reichweite, sondern machen es potentiellen Interessenten einfacher, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Mit Scompler können Sie Ihre Posts strategisch sinnvoll organisieren und aussteuern. Bit.ly unterstützt Sie dabei, Ihre erzielte Reichweite nach Quellen zu messen.

Optimieren Sie Ihre Beiträge für die Indizierung

Welches Beitragsbild sollen User zu sehen bekommen? Haben Sie eine Meta-Description angelegt? Welches Focus Keyword passt am besten zu Ihrem Beitrag? Es gibt viele Möglichkeiten, Ihre Inhalte sowohl auf der eigenen Seite (OnPage) als auch auf fremden Plattformen (OffPage) optimal zu platzieren. Per Google Trends können Sie relevante Keywords bequem identifizieren. OnPage.org bietet Ihnen zusätzlich mächtige Werkzeuge, um Ihre Website SEO-konform aufzubauen. Auch wenn es verlockend erscheint: Verzichten Sie auf sogenannte Black-Hat-SEO-Praktiken. Orientieren Sie sich an den offiziellen Vorgaben und sorgen Sie dafür, dass Ihre Marke zu jeder Zeit angemessen positioniert ist.

Mit diesen vier Tipps kann jedes Unternehmen – ganz gleich ob B2B oder B2C – die eigene Position nachhaltig stärken und sich auch online robust aufstellen. Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich, die eigene Strategie zu schärfen, Ihre Identität herauszuarbeiten, Sie kommunikativ in allen wichtigen Bereichen aufzustellen und alle Maßnahmen sowohl online als auch offline auszuwerten. Individuell. Persönlich. Modular.

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