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dmexco 2016: "Making Marketing Great Again"

Sebastian Tammen
von Sebastian Tammen
/ 23.09.2016

Über 50.000 Besucher, mehr als 1.000 Aussteller, genau 15 Bühnen – die dmexco gehört seit 2009 zu einer der wichtigsten Treffpunkte für digitales Marketing und bietet viele wichtige Impulse für digitale Nerds und Marketeer, um sich im unüberschaubaren Dschungel von Thesen, Trends und Tools zurecht zu finden. Unsere Top 3 Insights vom Messebesuch:

Micro-Journeys statt klassischer Customer Journey
„Der Kunde ist König“ lautet seit langer Zeit das Credo des Marketings – und mit dem technologischen Push könnte es tatsächlich wahr werden. Denn: Die eine Customer Journey gibt es nicht mehr. Vielmehr erlebt und erfährt ein Nutzer eine Marke auf seine ganz eigene Art – und in seinem eigenen Tempo. Starke Marken ermöglichen es Nutzern, ihre eigene Journey sowohl real als auch virtuell zu gestalten – und sind in der Lage, jeden dieser Micro-Moments zu tracken.

dmexco im Fokus: Micro Moments by Google

Ganz gleich, ob der Kunde über einen Messenger Bot einsteigt oder direkt den Newsletter abonniert: Ein umfassendes Verständnis der verfügbaren Kanäle zusammen mit einem sicheren Gespür dafür, wo der Nutzer kommuniziert und welche Inhalte ihn begeistern, sichert Marken den notwendigen Vorsprung, um sich eindeutig zu positionieren.

„Vertical is the new horizontal“
Der Bereich Bewegtbild erlebt zur Zeit vor allem im Bereich Mobile eine echte Renaissance – nicht nur bei den 14-29 Jährigen. Dabei gehört der tägliche Videokonsum auf Facebook und YouTube ebenso dazu wie die Nutzung von Mediatheken und Streamingportalen. Leistungsfähige Smartphones, besserer Netzausbau, höhere Datendurchsatzraten und effizientere Kompressionsalgorithmen ermöglichen Unternehmen Ihre Marke attraktiv zu präsentieren, von ihren Mitbewerbern abzuheben und erlebbar werden zu lassen.

Neben YouTube und Twitter bietet mittlerweile auch Facebook eine integrierte Streaming-Funktionen, um mit Interessenten und Kunden direkt zu interagieren und ihnen interaktive 360°-Erfahrungen zu ermöglichen; nicht mehr nur horizontal, sondern zunehmend auch vertikal. Auf diese Weise wird die Marke zum Medium und nutzt Visual Storytelling als nachhaltigen Awareness-Treiber.

Weniger Content, mehr Leads
Die Branche tat sich in der Vergangenheit eher schwer damit, den Begriff „Content Marketing“ eindeutig einzuordnen und einheitlich zu systematisieren. Die Folge: Beginnender Content-Schock, enttäuschte Konsumenten, fehlender ROI. Doch seit der Begriff im Jahr 2003 zum ersten Mal richtig Fahrt aufgenommen hat, hat sich Vieles getan. Während Klaus Eck, Miriam Löffler, Mirko LangeBabak Zand und viele weitere Experten diesen Bereich strategisch entwickelt und vorangetrieben haben, haben sowohl Start-ups als auch etablierte Anbieter dazu beigetragen, diese Ansätze in funktionale Tools zu übertragen.

Zusammen mit der zunehmenden Professionalisierung des Programmatic Advertisings und der rapiden Weiterentwicklung der führenden Social Media Plattformen lässt sich Content Marketing heute mit größerer Transparenzexakterem Targeting und einem besserem Kosten-Nutzen-Ratio betreiben.

Die dmexco hat uns vor allem eines gezeigt: Die Digitalisierung des Marketings bietet umfassende Möglichkeiten, um potentielle Kunden zu begeistern und bestehende Kunden zu binden. Dies gelingt allerdings nur, wenn sich Marken strategisch sinnvoll aufstellen, eine eigene Identität entwickeln, neue Wege in der Kommunikation beschreiten und sich regelmäßig selbst überprüfen.

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