/ Blog

„Bitte nicht briefen!“

/ 23.02.2018

Es ist ein eher offenes Geheimnis, von daher dürfte es keinen Hochverrat darstellen, es hier noch einmal ganz klar zu sagen: In den meisten Agenturen kursieren Sätze wie „Rip the Briefing“, „Das Briefing negieren“ oder zumindest ein vorsichtiges „Briefings sollten evaluiert werden“. Was bedeutet das? Und warum ist das so? Die Grammatik der vorstehenden Sätze gibt eigentlich schon die Antwort: Interrogativsätze, im Volksmund auch Fragen genannt, sind im klassischen Briefing erst einmal nicht vorgesehen.

Das Problem entsteht aus der Tatsache, dass die beteiligten Personen im Designprozess auf das Stellen von Fragen angewiesen sind. Im Design Thinking gibt es etwa die Vorgabe, zu Beginn des Prozesses einen Zustand des „Don’t know“ herzustellen. Alles vermeintlich vorhandene Wissen wird ausgeschaltet und es werden – mit verschiedenen Techniken – Eindrücke gesammelt, die möglichst mit der Perspektive des eigentlichen Nutzers, des Betroffenen übereinstimmen. Erst wenn auf diese Weise ein Zustand des „Do know“ erreicht ist, wird die eigentliche Problemstellung formuliert.

Mit einem klassischen Briefing hat das nichts zu tun. Auch vor Jahren entwickelte Arbeitsabläufe wie Dialogbriefings, Zielvereinbarungen oder schriftliche Debriefings inklusive eventueller Rebriefings reichen nicht an die Tiefe heran und sind nicht geeignet, um die Insights zu generieren, die für eine wirklich kenntnisreiche Zusammenarbeit entscheidend sind. Gleichzeitig ist ein so offener Ansatz wie das Design Thinking, nur in Ausnahmefällen ein brauchbarer Beginn für eine langfristige Partnerschaft zwischen Agentur und Kunde.

An dieser Stelle kommen Workshopmodelle ins Spiel, die mit hoher Expertise, großen Erfahrungswerten, abwechslungsreichen Techniken (auch aus dem Design Thinking), moderativen Geschick und eigens entwickelten Tools eben jene Needs und Insights aufdecken, auf die eine Marke in der Folge aufbauen kann.

Und während die oben erwähnten Design-Thinking-Techniken von Interviews über Beobachtung bis zum Einnehmen der Nutzerrolle reichen, haben wir als Agentur ein Toolset entwickelt, dass modular an den Reifegrad der Marke angepasst werden kann und sowohl klassische Methoden als auch kreative Eigenentwicklungen beinhaltet. So erreichen wir drei wichtige Ziele, die einen gelungenen Workshop, beziehungsweise eine gelungene Serie von Workshops auszeichnen:

– Alle Teilnehmer haben die Chance sich einzubringen, bleiben motiviert und verlassen den Workshop mit einem Erkenntnisgewinn.

– Es werden Needs und Insights generiert, die auch auf Kundenseite eine neue Perspektive auf den anstehenden Prozess eröffnen.

– Es entsteht ein Klima des partnerschaftlichen Vertrauens, das analog zu den gewonnenen Erkenntnissen ein Fundament für die zukünftige Zusammenarbeit bildet.

Diesen Beitrag teilen:



Weitere Beiträge


/News

Kampagnenstart für die Arbeitgebermarke Niedersachsen – Sicher!

Nach dem Pitch-Gewinn für das neue Corporate Design begleiten wir die Marke „Arbeitgeber Niedersachsen – Sicher“ mit einer umfassenden Kommunikationsstrategie in den nächsten drei Jahren als Leadagentur. Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr den visuellen Grundstein für den zukünftigen Auftritt der Marke mitgestalten durften, freuen wir uns nun über die Herausforderung, den größten Arbeitgeber Niedersachsens […]
/News

Fahrschein statt Führerschein

Seit dem 1. April läuft bei dem GVH die Aktion „Fahrschein statt Führerschein“. Noch bis Ende 2022 haben Senioren bei Abgabe ihres Führerscheins die Möglichkeit, die Seniorennetzkarte für ein Jahr gratis zu erhalten und damit zeit- und zonenunabhängig in der gesamten Region Hannover unterwegs zu sein. Der GVH möchte damit die Zielgruppe motivieren das Auto […]
/News

Die zweite Ausgabe des „vorreiters“ ist da!

Zum zweiten Mal dürfen wir voller Freude die Veröffentlichung des „vorreiter“ Magazins verkünden! Am 3. August 2021 war es nach vielen Wochen, gefüllt mit Konzepten, Texten und Filmdrehs, endlich so weit: Das „vorreiter” Magazin für EU-Förderung in Niedersachsen kam als Beilage in Tageszeitungen bei über 600.000 Haushalte im ganzen Bundesland an! Im Auftrag des Niedersächsischen […]
/Blog

Deine Ausbilung bei B&B.

Am 1. August hieß es auch bei uns wieder: Ausbildungsstart! Ein guter Anlass, um euch mal einen tiefergehenden Einblick in unsere vier Ausbildungsberufe zu geben. Sowohl für Digital Natives, Printliebende, Filmbegeisterte als auch Organisationstalente haben wir was dabei: Mediengestalter Digital (m/w/d) Mediengestalter Print (m/w/d) Mediengestalter für Bild und Ton (m/w/d) Kauffrau/Kaufmann für Marketingkommunikation Mediengestalter Digital […]
/News

Rosige Aussichten mit der neuen hauspost

Zweimal im Jahr erscheint das Mitgliedermagazin der Heimkehr Wohnungsgenossenschaft e.G.. Nun ist es wieder so weit: Die erste Version dieses Jahres ist vor Kurzem veröffentlicht worden und B&B. durfte in Sachen Text, Layout und Co. wieder tatkräftig unterstützen! Schon dem Titelbild der hauspost 1/2021 haben wir eine ganz besondere Note verliehen. Passend zum Titelthema „Frei […]
/Blog

Wo wollen wir arbeiten?

Arbeitsmodelle wie Homeoffice, Remote Work und mobiles Arbeiten haben während der Pandemie eine Renaissance erlebt. Jetzt lautet die allgegenwärtige Frage: Wie geht es weiter? Wie arbeiten wir morgen? Diesen Fragen sind wir vor einigen Wochen auf den Grund gegangen. In einem gemeinsamen „Open Friday“ konnte jedes einzelne Teammitglied mitentscheiden und seine Wünsche und Sorgen bezüglich dieses […]